Fairplay-Aktion der besonderen Art für Fußballschiedsrichter und Sportlerwahl-Gewinner Jan Kruse
So etwas hatte man in der Stahlwerk-Arena in Augustfehn II auch noch nicht gesehen. Vor dem Spiel der 1. Kreisklasse SG Augustfehn/Apen – SV Ofenerdiek standen alle Spieler und Trainer für den Schiedsrichter Spalier.
Der Unparteiische Jan Kruse vom TuS Ekern war am Vorabend Sieger bei der Sportlerwahl 2025 im Ammerland, einer Aktion des Kreissportbundes und der Nordwest-Zeitung, geworden. Schiedsrichterobmann Ralf Reddel überreichte dem sichtlich überraschten Referee vor dem Spiel einen großen Blumenstrauß und gratulierte ihm im Namen beider Mannschaften zu seinem Erfolg.
Beide Vereine hatten sich an der Aktion auch finanziell beteiligt und spendeten „ihrem“ Schiedsrichter und auch seinen Assistenten Tilo Janßen und Oliver Haan schon vor der Begegnung Applaus. „Da machen wir selbstverständlich mit“, antwortete Ofenerdieks Trainer Patrick Schiller vorab spontan auf die telefonische Anfrage der Gastgeber.
Die Schiedsrichterassistenten wurden vor dem Anpfiff eingeweiht und Jan Kruse gebeten, den Platz ausnahmsweise etwas später zu betreten. Dort angekommen gab es dann eine kleine Ehrung für ihn. „Danke Ralf“, waren seine ersten Worte nach der besonderen Auszeichnung, „damit habe ich wirklich nicht gerechnet.“ Nach dem Spiel meinte er: „Davon habe ich vorher natürlich nichts gewusst, meine Assistenten haben dicht gehalten. Eine schöne Aktion, darüber habe ich mich sehr gefreut.“
Zum Spiel: Das Abstiegsduell endete mit einem 2:2 (0:0)-Unentschieden. Das Schiedsrichtergespann hatte in einer bis zum Schusspfiff intensiven und spannenden Begegnung durchaus auch einige knifflige Entscheidungen zu treffen. Der Ofenerdieker Ausgleichstreffer fiel schließlich erst in der neunten Minute der Nachspielzeit.
Hinterher waren sich alle Spieler, Trainer und Zuschauer einig: Das war eine gelungene Aktion und zeigte, dass an diesem Tag trotz aller Ernsthaftigkeit auch der Fairplay-Gedanke mit im Spiel war.
Bericht und Fotos: Heino Schmidt